Wenn das Sehen trotz Brille an Grenzen stößt
Lesen kostet Mühe, Gesichter verschwimmen, und selbst mit aktuell angepasster Brille bleibt die Sehleistung eingeschränkt?
Das ist kein seltenes Problem – und es hat einen Namen: Low Vision.
Bei Gilga Optik GmbH in Burgebrach bieten wir spezialisierte Low-Vision-Versorgung für Betroffene aus Burgebrach, Bamberg und der gesamten Region.
Was ist Low Vision? – Klinischer Hintergrund
Low Vision bezeichnet eine dauerhaft reduzierte Sehfunktion, die durch herkömmliche Korrektionsmittel wie Brillen oder Kontaktlinsen nicht ausreichend ausgeglichen werden kann.
Nach der WHO-Klassifikation (ICD-11) beginnt Low Vision bei einem bestkorrigierten Visus von unter 0,3 (6/18) oder einem Gesichtsfeld unter 20°.
Low Vision ist keine vollständige Blindheit – das vorhandene Restsehvermögen ist der entscheidende therapeutische Ausgangspunkt.
Häufige Grunderkrankungen umfassen:
- Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
- Glaukom (Grüner Star) mit Gesichtsfeldverlust
- Diabetische Retinopathie
- Retinitis pigmentosa
- Amblyopie und nystagmusbedingte Sehminderung
Typische Alltagseinschränkungen bei Low Vision
Betroffene berichten häufig über:
- Schwierigkeiten beim Lesen – auch bei optimaler Beleuchtung
- Probleme beim Erkennen von Gesichtern oder Details
- Eingeschränkte Orientierung im Raum und bei Mobilität
- Erhöhte visuelle Ermüdung (asthenopische Beschwerden)
- Blendempfindlichkeit und Kontrastschwäche
Diese Einschränkungen lassen sich durch eine gezielte funktionelle Versorgung oft deutlich reduzieren.
Low-Vision-Beratung bei Gilga Optik – Strukturierter Versorgungsprozess
Unsere Low-Vision-Beratung folgt einem systematischen, praxiserprobten Ablauf:
1. Anamnese & Funktionsanalyse
Erhebung der Sehgeschichte, Grunderkrankung, Alltagsanforderungen und bisher genutzter Hilfsmittel.
2. Refraktionsbestimmung & Visusanalyse
Bestimmung des optimalen Korrektionszustands als Ausgangsbasis – inkl. Kontrastsensitivität und Gesichtsfeldbeurteilung bei Bedarf.
3. Exzentrische Fixation & Restsehvermögen
Prüfung, welche Netzhautbereiche noch nutzbar sind – relevant für die Auswahl vergrößernder Systeme.
4. Hilfsmittelauswahl & Testversorgung
Gezielte Auswahl und praktisches Erproben verschiedener Low-Vision-Hilfsmittel unter alltagsnahen Bedingungen.
5. Anpassung & Schulung
Individuelle Einweisung in die Nutzung der Sehhilfe sowie Empfehlungen zur optimalen Beleuchtung und Kontrastgestaltung.
Wichtig: Es handelt sich um eine funktionelle optische Versorgung, keine medizinische Heilbehandlung. Eine augenärztliche Grundversorgung bleibt weiterhin notwendig.
Low-Vision-Sehhilfen – Übersicht nach Versorgungsbedarf
| Hilfsmittelgruppe | Einsatzbereich |
|---|---|
| Lupenbrillen & prismatische Lupen | Naharbeit, Lesen |
| Teleskopbrillen (monokular/binokular) | Ferne, Gesichtererkennung |
| Elektronische Handlupen & Bildschirmlesegeräte | flexibles Lesen, Alltagsaufgaben |
| Filtergläser (Kantenfilter) | Kontrastoptimierung, Blendschutz |
| Vergrößernde Software & Apps | digitale Alltagsunterstützung |
Jedes Hilfsmittel wird individuell ausgewählt, angepasst und erprobt – denn eine Lösung, die nicht zum Alltag passt, hilft nicht.
WHO-Klassifikation der Sehbeeinträchtigung
Die internationale Klassifikation (WHO/ICD-11) unterscheidet:
- Stufe 1 (mild): Visus 0,1–0,3 (bestkorrigiert)
- Stufe 2 (moderat): Visus 0,05–0,1
- Stufe 3 (schwer): Visus 0,02–0,05
- Stufe 4 (hochgradig): Visus unter 0,02 oder Gesichtsfeld unter 10°
- Stufe 5 (Blindheit): kein Lichtschein
Diese Einstufungen sind für Kostenträgernachweise und Rehabplanung relevant. Für uns entscheidend ist jedoch: Was ist mit geeigneten Hilfsmitteln im Alltag konkret möglich?
Warum Gilga Optik?
- Inhabergeführtes Fachgeschäft mit Erfahrung in der Low-Vision-Versorgung
- Enge Zusammenarbeit mit augenärztlichen Praxen in der Region
- Ausreichend Zeit für komplexe Versorgungssituationen
- Ruhige, wertschätzende Beratungsatmosphäre
- Persönliche Betreuung – auch bei Folgebesuchen und Anpassungen
FAQ – Häufige Fragen zu Low Vision
Was ist der Unterschied zwischen Low Vision und Blindheit?
Bei Low Vision ist trotz starker Sehminderung noch nutzbares Restsehvermögen vorhanden. Vollblindheit bezeichnet das vollständige Fehlen einer Lichtwahrnehmung.
Ab welchem Visus spricht man von Low Vision?
Nach WHO ab einem bestkorrigierten Visus unter 0,3 oder einem Gesichtsfeld unter 20°.
Welche Hilfsmittel werden von der Krankenkasse übernommen?
Bestimmte Low-Vision-Hilfsmittel sind bei anerkannter Sehbehinderung erstattungsfähig. Wir beraten Sie zu den Möglichkeiten im Rahmen Ihrer Versorgung.
Kann Low Vision durch Training verbessert werden?
Das Restsehvermögen selbst verändert sich nicht, aber der Umgang damit lässt sich durch Training exzentrischer Fixation und gezielte Hilfsmittelnutzung deutlich verbessern.
Muss ich zuerst zum Augenarzt?
Ein aktueller augenärztlicher Befund ist für eine optimale Versorgung hilfreich und wird empfohlen – ist aber keine Voraussetzung für eine erste Beratung bei uns.
Jetzt beraten lassen
📍 Gilga Optik GmbH · Burgebrach


