Verschlechtert sich die Sehstärke regelmäßig?

Wie oft verschlechtert sich die Sehstärke?

August 19, 2026

Wie oft zum Augenarzt mit Brille?

August 27, 2026

Regelmäßige Kontrolle – auch mit Brille unverzichtbar

Viele Brillenträger gehen davon aus, dass eine einmal angepasste Brille dauerhaft ausreicht. Tatsächlich verändert sich die Sehstärke im Laufe des Lebens kontinuierlich – durch natürliche Alterungsprozesse, gesundheitliche Veränderungen und äußere Einflüsse. Eine regelmäßige augenärztliche oder optometrische Kontrolle ist daher nicht nur bei nachlassendem Sehvermögen sinnvoll, sondern dient auch der frühzeitigen Erkennung von Augenerkrankungen, die sich ohne merkliche Beschwerden entwickeln können.

Dieser Artikel erläutert, wie häufig Brillenträger ihre Sehstärke überprüfen lassen sollten, welche Faktoren das Kontrollintervall beeinflussen und welche Warnsignale einen kurzfristigen Termin erfordern.

Regelmäßige Kontrolle – auch mit Brille unverzichtbar

Allgemeine Empfehlungen: Wie oft ist eine Kontrolle sinnvoll?

Als allgemeine Orientierung gilt für Erwachsene ohne bekannte Augenerkrankungen: alle zwei Jahre sollte die Sehstärke überprüft werden. Diese Empfehlung entspricht dem Standard der Augenoptik und Ophthalmologie und wird unter anderem von Fielmann sowie zahlreichen augenärztlichen Fachgesellschaften vertreten.

Entscheidend ist jedoch, dass dieses Intervall lediglich einen Richtwert darstellt. Das individuelle Risikoprofil, das Lebensalter und bestehende Vorerkrankungen können eine häufigere Kontrolle erforderlich machen.

Empfohlener Artikel: Wie oft verschlechtert sich die Sehstärke?

Kontrollintervalle nach Altersgruppe

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern ist die regelmäßige Kontrolle der Sehfunktion besonders bedeutsam, da unkorrigierte Sehfehler die Schul- und Entwicklungsleistung beeinträchtigen können. Kurzsichtige Kinder und Jugendliche, bei denen die Myopie in der Wachstumsphase progredient ist, sollten alle sechs bis zwölf Monate beim Augenarzt oder Optometristen vorgestellt werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Korrektion stets aktuell ist und einer weiteren Verschlechterung frühzeitig entgegengewirkt werden kann.

Erwachsene (20–40 Jahre)

In dieser Lebensphase stabilisiert sich die Sehstärke bei vielen Menschen. Sofern keine Beschwerden, Vorerkrankungen oder familiäre Risikofaktoren vorliegen, ist eine Kontrolle alle ein bis zwei Jahre angemessen. Intensiver Bildschirmeinsatz oder Tätigkeiten mit hoher visueller Belastung können jedoch engmaschigere Kontrollen rechtfertigen.

Ab 40 Jahren: Presbyopie und veränderte Sehbedürfnisse

Mit Beginn des fünften Lebensjahrzehnts tritt bei nahezu allen Menschen die sogenannte Presbyopie (Altersweitsichtigkeit) ein. Die Augenlinse verliert zunehmend an Elastizität, wodurch das Fokussieren auf nahe Objekte beschwerlich wird. Da diese Veränderung in der Regel schleichend und kontinuierlich verläuft, sollte die Sehstärke ab dem 40. Lebensjahr mindestens jährlich überprüft werden.

Brillenträger bemerken in diesem Alter häufig, dass ihre bisherige Korrektur – insbesondere für die Nahsicht – nicht mehr ausreicht. Eine nicht mehr passende Brille belastet die Augenmuskulatur, verursacht Kopfschmerzen und mindert die Lebensqualität.

Ab 60 Jahren: Erhöhtes Risiko für Augenerkrankungen

Im höheren Lebensalter steigt das Risiko für altersbezogene Erkrankungen wie Katarakt (Grauer Star), Glaukom (Grüner Star) oder altersbedingte Makuladegeneration (AMD) deutlich an. Da viele dieser Erkrankungen in frühen Stadien keine spürbaren Symptome verursachen, sind jährliche Kontrolluntersuchungen in dieser Altersgruppe besonders wichtig. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht rechtzeitige Behandlungsmaßnahmen und kann den Verlust der Sehfähigkeit in vielen Fällen verhindern oder verzögern.

Überblick: Empfohlene Kontrollintervalle

Altersgruppe Empfohlenes Intervall
Kinder und Jugendliche (mit Myopie) Alle 6–12 Monate
Erwachsene ohne Beschwerden (20–40 J.) Alle 1–2 Jahre
Ab 40 Jahren (Presbyopie) Mindestens jährlich
Ab 60 Jahren oder mit Vorerkrankungen Jährlich oder nach ärztlicher Empfehlung

Wann ist ein frühzeitiger Termin notwendig?

Unabhängig vom regulären Kontrollintervall sollten folgende Beschwerden zeitnah abgeklärt werden:

  • Plötzliche Sehverschlechterung auf einem oder beiden Augen
  • Verschwommenes Sehen, das trotz getragener Brille anhält
  • Lichtblitze oder Rußregen im Gesichtsfeld (möglicher Hinweis auf eine Netzhautablösung)
  • Sehfeldausfälle oder ein dunkler Vorhang im Gesichtsfeld
  • Schmerzen im Auge, insbesondere in Verbindung mit Sehveränderungen
  • Anhaltende Kopfschmerzen oder Augenermüdung trotz aktueller Brillenkorrektur
  • Doppelbilder, die neu auftreten

Diese Symptome sind als mögliche Warnsignale für ernsthafte Erkrankungen zu werten und sollten nicht abgewartet werden.

Woran erkennt man, dass die Brille nicht mehr passt?

Nicht immer löst eine veränderliche Sehstärke auffällige Beschwerden aus. Häufige Hinweise darauf, dass die aktuelle Brille nicht mehr ausreichend korrigiert, sind:

  • Anstrengendes Sehen beim Lesen oder am Bildschirm
  • Häufiges Zusammenkneifen der Augen beim Fokussieren
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit oder Blendung
  • Das Gefühl, die Brille sei „nicht mehr richtig“
  • Zunahme von Kopfschmerzen am Ende des Arbeitstages

Treten solche Anzeichen auf, sollte die Sehstärke unabhängig vom letzten Kontrolltermin neu bestimmt werden.

Augenarzt oder Optometriker – was ist der Unterschied?

Für die routinemäßige Überprüfung der Sehstärke und die Anpassung einer neuen Brille ist der Besuch beim Augenoptiker oder Optometristen in der Regel ausreichend. Eine qualifizierte Sehanalyse beim Optometristen umfasst die Bestimmung der Sehschärfe, die Messung des Augeninnendrucks sowie die Beurteilung verschiedener Sehfunktionen.

Der Augenarzt (Ophthalmologe) hingegen ist insbesondere dann gefragt, wenn der Verdacht auf eine Augenerkrankung besteht, wenn akute Beschwerden auftreten oder wenn eine medizinische Diagnose erforderlich ist. Beide Berufsgruppen ergänzen sich und arbeiten häufig eng zusammen.

Einflussfaktoren auf das individuelle Kontrollintervall

Neben dem Alter spielen weitere Faktoren eine Rolle bei der Frage, wie oft eine Sehkontrolle angemessen ist:

  • Systemerkrankungen: Diabetes mellitus und Bluthochdruck können die Sehfunktion direkt beeinflussen. Betroffene Patienten sollten engmaschiger kontrolliert werden.
  • Genetische Faktoren: Eine familiäre Belastung für Glaukom, AMD oder hohe Kurzsichtigkeit erhöht das individuelle Risiko und erfordert eine erhöhte Aufmerksamkeit.
  • Berufliche Belastung: Tätigkeiten mit intensiver Bildschirmarbeit oder unter besonderen Lichtverhältnissen können die visuelle Ermüdung beschleunigen.
  • Einnahme bestimmter Medikamente: Einige Arzneimittel – darunter Kortikosteroide oder bestimmte Malariamittel – können die Augengesundheit beeinflussen und erfordern regelmäßige Kontrolluntersuchungen.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollten Brillenträger generell zum Augenarzt?

Als allgemeine Empfehlung gilt: alle ein bis zwei Jahre. Ab dem 40. Lebensjahr oder bei bestehenden Risikofaktoren sind jährliche Kontrollen sinnvoll.

Kann sich die Sehstärke auch im Erwachsenenalter noch verschlechtern?

Ja. Die Sehstärke kann sich in jedem Lebensalter verändern – durch natürliche Alterungsprozesse, Erkrankungen oder veränderte Sehbedingungen. Eine regelmäßige Überprüfung ist daher in jedem Alter ratsam.

Muss man zum Augenarzt, wenn die Brille „nur ein bisschen“ schlechter geworden ist?

Ja, auch geringe Veränderungen der Sehstärke sollten kontrolliert werden. Eine nicht mehr optimal angepasste Brille belastet die Augenmuskulatur und kann zu anhaltender Ermüdung und Kopfschmerzen führen.

Ist eine Sehkontrolle beim Optometristen ausreichend oder muss es ein Augenarzt sein?

Für die routinemäßige Sehstärkebestimmung und Brillenanpassung ist der Optometrist in der Regel ausreichend qualifiziert. Bei Verdacht auf eine Erkrankung oder akuten Beschwerden sollte ein Augenarzt aufgesucht werden.

Was ist der Unterschied zwischen einer einfachen Sehprüfung und einer Sehanalyse?

Eine Sehprüfung bestimmt in erster Linie die Korrekturwerte für eine neue Brille. Eine umfassende Sehanalyse beim Optometristen geht darüber hinaus: Sie umfasst unter anderem die Messung des Augeninnendrucks, die Beurteilung des binokularen Sehens und eine detaillierte Analyse der gesamten Sehfunktion.

Ab wann braucht man mit einer Brille auch eine Lesebrille?

Ab etwa dem 40. bis 45. Lebensjahr nimmt die Fähigkeit zur Nahakkommodation bei nahezu allen Menschen ab. Bestehende Brillenträger benötigen dann in der Regel eine zusätzliche Lesekorrektur oder eine Gleitsichtbrille, die Nah- und Fernsicht in einem Glas vereint.

Können Kopfschmerzen auf eine falsche Brille hinweisen?

Ja. Anhaltende Kopfschmerzen – insbesondere am Nachmittag oder nach intensiver Bildschirmarbeit – können ein Hinweis darauf sein, dass die aktuelle Brille nicht mehr optimal korrigiert. Eine erneute Sehstärkebestimmung ist in diesem Fall empfehlenswert.

Jetzt Termin vereinbaren – Gilga Optik GmbH, Burgebrach

Ob Ihre aktuelle Brille noch optimal zu Ihrer Sehstärke passt oder ob eine neue Korrektur sinnvoll wäre, lässt sich nur durch eine fundierte Sehanalyse zuverlässig feststellen. Bei Gilga Optik GmbH in Burgebrach nehmen wir uns die Zeit, Ihr Sehvermögen gründlich und individuell zu analysieren – damit Sie wieder klar und beschwerdefrei sehen.

Bitte vereinbaren Sie vorab einen Termin – damit wir uns die nötige Zeit für Sie nehmen können.

📍 Gilga Optik GmbH · Burgebrach

📞 Jetzt Termin zur Sehanalyse vereinbaren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert